Wenn man P.J. Hogans Komödie „Shopaholic“ mit einer Farbe charakterisieren müßte, wäre diese ein schönes helles Rosa, am besten mit ganz viel Glitzer. Mädchenkram eben. Aber leider plätschert die Story wie eine langweilige Modenschau vor sich hin, deren Protagonistin noch das größte Highlight dieses Filmes ist. Denn welche Frau kann ihre Leidenschaft für Gucci & Co. nicht nachvollziehen oder den Schock der Kredikartenabrechnung am Ende des Monats?
Die unglaubwürdige Rahmenhandlung ist überaus dürftig und selbst die nach den typischen Genreregeln ablaufende Liebesgeschichte wirkt wie eine lästige Pflichtzugabe. Der Film ist ein Finanzkrisen-Märchen, das sich aber lediglich an der Oberfläche abspielt und leider ohne bissigen Kommentar auskommt.
“Shopaholic” ist eine durchdesignte Laufsteg-Veranstaltung mit einem 08/15-Plot, den man in ähnlichen Filmen schon unzählige Male gesehen hat.
Die Story dient nur als Ausrede um die durchaus symphatischen Darsteller in möglichst farbenfrohen & preisintensiven Kostümen herumlaufen zu lassen (Stylistin war hier die durch SATC bekannt gewordene Patricia Field). Passenderweise beschallt die Tonspur den Kinozuschauer durchgängig mit Auszügen der aktuellen Radio-Charts.
Im Endeffekt ist „Shopaholic“ eine Art Feel-Good-Movie und nichts mehr als kurzweilges Kinovergnügen.
Die Story:
Journalistin Rebecca Bloomword (Isla Fisher) ist ein liebenswertes Mädchen aus dem Big Apple. Sie ist wie viele andere Frauen dem Shopping verfallen und verliert auch gerne mal den Überblick, über das was sie denn alles so gekauft hat. Ihr grösster Wunsch sind nicht etwa das neuste Modell von Louboutins sondern ein Job bei der bekanntesten Modezeitschrift der Stadt. Dieses Glück bleibt ihr aber leider versagt und so bewirbt sie sich für eine andere Zeitung des gleichen Konzerns: Ausgerechnet für das Wirtschaftsmagazin “Successful Saving”. Sie bekommt den Job und dazu eine eigene Kolumne. Den Zuständigen für ihre Bankschulden im Nacken, versucht Rebecca auf die Schnelle das Thema Wirtschaft zu durchschauen und verliebt sich in dem ganzen Lebenschaos auch noch in ihren Vorgesetzten Luke Brandon (Hugh Dancy). Zu dumm nur, dass die meisten Lügen kurze Beine haben und das sich Becky`s Schuldenberg schon auf 16.000 Dollar beläuft.


