Fangen wir am Ende an: Ich habe mir am nächsten Tag ein Bild von Bradley Cooper für den Schreibtisch ausgeschnitten und ich hatte dieses Zwicken im Bauch. Eindeutige Zeichen, das die Lotten einen verdammt guten Abend hatten: lustig und attraktiv. Beides zu finden, dafür benötigen Frauen manchmal ihr ganzes Leben. Hangover bietet beides.
Hangover ist die US-Komödienüberraschung, die mit den vielen Vorschusslorbeeren letzte Woche in unserem Kinos startete. Die überzeugten Kritikerstimmen haben nicht gelogen, denn Hangover hat die Lacher auf seiner Seite und avanciert in den USA schon fast zum Kultstatus. Denn der Film spielt nicht zuletzt mit den Sehnsüchten aller Männer, die kurz vor dem Gang zum Altar stehen. Wie der Ausflug zur Reeperbahn bei uns, darf unter den Amerikanern ein Besuch in Las Vegas nicht fehlen. Dramatisch nur, wenn der Filmriss einsetzt und am nächsten Morgen das Puzzle der Nacht mühsam zusammengesetzt werden muss. Nicht zuletzt, wenn der Bräutigam verschwunden ist. Die Puzzleteilsuche kommt in Form eines Roadmovies daher, der ungeahnte Slapstick bietet. Dazu gehören 3 Charaktere, die unterschiedlicher nicht sein könnten: Phil (Bradley Cooper) – allein wegen ihm sollte jeder Frau diesen Film gesehen haben, sabber!!!, Alan (Zach Galifianakis) – er teilt sich mit einem Toastbrot den IQ und sieht auch aus wie eins, bietet aber die besten knochentrocken und schrägsten Gags, und Stu (Ed Helms) – konservativer Vorstadtbewohner und Zahnarzt, der seine Pantoffeln seiner Freundin abgegeben hat und nachts gern mal vom wilden Leben träumt. Die Truppe wird situationsbedingt von den schrägesten Vögeln ergänzt. Und die liefern politisch zumeist hochgradig unkorrekten Humor, der im besten Sinne erwachsen, hart und derb ist. Zur Freude unserer Bauchmuskeln.
Musikalisch kommt Hangover mit einem spritzigen Soundtrack daher. Mike Tyson krönt diesen mit seiner Interpretation des Phil-Collins-Klassikers „In The Air Tonight“, die man ihm wirklich abkauft, aber nicht ohne schallend anzufangen zu lachen. Das Ende setzt noch einen drauf und zeigt musikalische Unterhaltung der 1. Hochzeitsklasse . Mehr sei nicht verraten, den keiner wird den Kinosessel verlassen, bis der Abspann vorbei ist, der die letzten Lacherreserven aus uns rauskitzelte und manch als das Licht den Kinosaal erhellte noch feixend sitzen ließ.
Wer die Gelegenheit hat, sollte sich den Film im Orginal anschauen. Die Story ist schnell erschlossen und somit stellt das Verständnis sicher keine Hürde dar. Die deutsche Synchronisation ist ganz gut, dennoch trifft die US-Version den richtigen Ton, was schon der Trailer erahnen lässt.
Nun ab ins Kino!!!



Sternchen* schrieb
Ich hab ihn jetzt auch gesehn… und joooaaa, muss schon sagen… der Herr Cooper is schon den Kinobesuch wert
DT schrieb
Ich hab ihn jetzt auch gesehn… und joooaaa, muss schon sagen… der Herr Cooper is schon den Kinobesuch wert